Sooooo geil! – Arminia holt den Pott!

Alles war bereitet für einen herausragenden Fußballabend in Lienen. Als die beiden Kontrahenten aus Ibbenbüren, der Fußballhochburg des Tecklenburger Landes, den Rasen betraten, war der letzte Regen abgezogen, der Wind hatte sich gelegt und der Mond stand voll am Himmel. Flutlicht und eine stimmgewaltige Anhängerschaft bedeuteten Gänsehautatmosphäre pur! Ein Spiel auf Augenhöhe war zu erwarten. Beide Trainer schoben sich im Vorfeld gegenseitig die Favoritenrolle zu. Und vermutlich hatten sie beide Recht, denn im Endspiel standen in diesem Jahr tatsächlich die beiden besten Teams der Region.

Der gegenseitige Respekt war dann auch spürbar. Oder war es gar Nervosität? Beiden Teams gelang es zunächst nicht, den eigenen Rhythmus zu finden. Die ISV stand von Beginn an tief und lauerte auf Konter. Unsere Jungs hatten mehr Ballbesitz. Ungenauigkeiten im Passspiel verhinderten jedoch gelungene Offensivaktionen. In der 5. und 7. Minute zeigte sich die ISV erstmals in der Offensive, blieb dabei jedoch harmlos. Nach einer Viertelstunde zog dann David für die Arminia von der Strafraumgrenze ab. Allerdings war der Torwart rechtzeitig unten. Nach Ansicht des insgesamt sehr gut leitenden Schiedsrichters verteidigte die Arminia in den Folgeminuten nicht immer mit fairen Mitteln. Die Folge waren mehrere Freistöße für die ISV. Echte Torgefahr kam jedoch noch immer nicht auf. Auf der Gegenseite beschäftigte der höchst agile David zunehmend die Hintermannschaft der ISV und konnte beispielsweise in der 23. Minute gerade noch bei einem Schussversuch gestört werden. Die größte Chance in der ersten Halbzeit bot sich in der 44. Minute nochmals der ISV. Ausgangspunkt war wiederum ein Freistoß, der gerade noch von der Arminenabwehr zur Ecke geklärt werden konnte. Diese wurde nicht klar genug verteidigt und der Ball landete schließlich bei einem ISV-Angreifer, dessen Schuss von der Strafraumgrenze nur knapp am rechten Pfosten vorbeistrich.

Zur Halbzeit gab es für unsere Jungs noch viel Luft nach oben. Das Unentschieden war gefühlt sogar etwas schmeichelhaft. Zwar tat die Arminia mehr für das Spiel, entwickelte jedoch nur sporadisch Torgefahr. Die ISV suchte in der Offensive immer wieder ihren Kapitän. Dieses zumeist mit langen Bällen, bei deren Verteidigung unserer Hintermannschaft das eine oder andere Mal durchaus das Glück zur Seite stand. So blieb der Eindruck, dass die Taktik der ISV womöglich zum Erfolg führen könnte.

Die taktischen Ausrichtungen änderten sich mit dem Anpfiff der zweiten Halbzeit nicht. Weiterhin hatten unsere Jungs zumeist den Ball, bissen sich jedoch an der dicht gestaffelten Abwehr die Zähne aus. Die ISV ging mittlerweile etwas rüder zur Sache und packte die eine oder andere, manchmal auch überflüssige Grätsche aus. Unsere Jungs ließen sich jedoch nicht beeindrucken und kamen nach einer Stunde zunehmend gefährlich vor das gegnerische Tor. Zunächst sorgte eine scharf hereingetretene Ecke von Jannis für Gefahr, wenige Minuten später warf sich die Nummer 1 der ISV in einen Schuss von Jeffrey und verhinderte so den Rückstand. In der 70. Minute hatten die mitgereisten Arminenfans den Torschrei dann erstmals so richtig auf den Lippen. Nach einer Ecke von Jannis kam letztlich Jeffrey an den Ball, dessen Schuss aus der zweiten Reihe jedoch nur den Querbalken traf. Mittlerweils wäre ein Führung der Arminia nicht unverdient gewesen.

Und dann kam sie, die 78. Minute. Trainer Biekötter hatte kurz zuvor Tom eingewechselt, der in ebendieser Minute, vermutlich mit seinem ersten Ballkontakt eine Weltklasseflanke in den Strafraum auf den durchgestarteten Jannis zirkelte. Dieser nahm den Ball unnachahmlich mit der Brust an und netzte ihn anschließend eiskalt ein. Erlösender Jubel brandete nicht nur unter den Spielern auf. Dieser war jedoch kaum verklungen, als auf der Gegenseite Elia Kopf und Kragen riskieren musste, um den postwendenden Ausgleich zu verhindern. Dabei wurde er noch leicht von einem Mitspieler am Kopf getroffen und blieb zunächst liegen. Schnell wurde aber klar, dass es für ihn weiterging. Die Ibbenbürener aus dem Osten der Stadt holten nun die Brechstange raus, fanden jedoch nicht den richtigen Hebel, um unsere Abwehr noch zu knacken. Zeitgleich lockerten sie ihre Defensive und das sollte sich in der Nachspielzeit rächen. War David in der 91. und 92. Minute noch am Torwart gescheitert, überwand ihn Bjarne in der 94. mit einem echten Traumtor. Aus mehr als 30 Metern hatte er sich ein Herz gefasst und den Ball optimal in den oberen linken Torwinkel geschlenzt. Der Rest war überschäumende Freude.

Auf Grund der zweiten Halbzeit geht dieser Sieg absolut in Ordnung und Kritik hat an einem derartigen Abend ohnehin keinen Platz. Einzelne Spieler hervorzuheben, verbietet sich ebenfalls. Freuen wir uns also über den Pokalsieg und somit über das Erreichen des womöglich attraktivsten Ziels dieser Saison. Darüber hinaus ist es der gerechte Lohn für gelebte Vereinstreue am Ende der Jugendzeit. Beim Stichwort Vereinstreue rücken aber ebenso die Trainer ins Blickfeld. Andreas und Marvin machen schließlich einen solchen Erfolg durch ihren unermüdlichen Einsatz erst möglich. Dafür sind wir euch beiden zu großem Dank verpflichtet.

So, genug Süßholz geraspelt. In einer Woche kommt die JSG Steinbeck/Uffeln nach Schierloh. Das ist der Alltag eines (Noch-)B-Ligisten. Aber … jetzt sind es auch nur noch zwei Spiele bis „Schalke“! 😉

Tore: 1:0 Jannis (78.), 2:0 Bjarne (90.+4)

Kader:  Levin Brandt, Jannis Brockfeld, Mattis Brockschmidt, Jeffrey Goltsche, Mathis Keller, Tom Keller, Nils Kiesow, Elia León-Kettner, Jan Lunemann, Felix Pax, David Praetorius, Finn Przesang, Johann Schauerte, Bjarne Schmidt, Mika Schmiemann, Philipp Steffen, Fabian Winter

Arminia lässt Federn gegen den Angstgegner

Wer sich heute auf einen schönen Fußballabend gefreut hatte, sah sich schnell im falschen Film. Mit Fußball hatte das Ganze, was sich beim Spiel unserer A-Jugend gegen Teuto Riesenbeck zutrug, leider nur phasenweise etwas zu tun. Teilweise überhart geführte Zweikämpfe beherrschten die Begegnung und ließen gepflegtes Passspiel kaum zu. Mit ebendieser Taktik gingen die Gäste ins Spiel und wurden am Ende mit einem Unentschieden belohnt.

Es waren gerade einmal sieben Minuten gespielt als sich beispielhaft zeigte, welche Folgen eine derartige Ausrichtung haben kann. Bei einem harten Einsatz des Riesenbecker Kapitäns prallten er und unser Stürmer David unglücklich mit den Köpfen zusammen. Beide blieben zunächst benommen am Boden liegen. Während David mit einer Beule weitermachen konnte, ging es für den Abwehrspieler der Teutonen nicht weiter und zur Beobachtung ins Krankenhaus. Wir wünschen von ganzem Herzen gute Besserung! Fortan entwickelte sich ein Spiel nach immer dem gleichen Muster. Arminia erarbeitete sich viel Ballbesitz, Teuto stand sehr tief und lauerte auf Konter. So etwas wie Torgefahr ergab sich nahezu ausschließlich im Anschluss an Standardsituationen. Beispielsweise in der 15. Minute als ein Freistoß von David das Tor knapp verfehlte oder in der 29. Minute, in der Jans Schuss im Anschluss an eine Ecke von David den gleichen Weg nahm.

Fanden die langen Bälle der Gäste zunächst kaum einen Abnehmer, änderte sich dieses in der 37. Minute. Ein auf die rechte Seite geschlagener Ball landete beim Rechtsaußen der Teutonen. Dieser zog nach innen, konnte von Elia nicht mehr entscheidend gestört werden und zentral vor das Tor passen. Der dort lauernde Gästestürmer hatte wenig Mühe zum 0:1 einzuschieben. Riesenbecks Plan war zunächst aufgegangen. Die kompromisslose Gangart der Gäste nahm der Arminia nicht nur die Spielfreude. Sie verleitete die Jungs vielmehr dazu, selbst körperlich dagegenzuhalten. Zu einer Verbesserung der Spielqualität trug das leider nicht bei. Die Gastgeber waren dennoch weiterhin bestrebt, dem Spiel eine Wende zu geben. Den Angriffsbemühungen fehlte allerdings entweder die letzte Genauigkeit oder sie wurden von der dicht gestaffelten Abwehr der Gäste erfolgreich unterbunden.

„Seid geil auf die Zweikämpfe!“ Wer diese Worte des Gästetrainers zu Beginn der zweiten Halbzeit vernommen hatte, konnte den weiteren Spielverlauf förmlich erahnen. Und genauso kam es. Von schönem Fußballspiel war kaum noch etwas zu sehen. Jeder Zweikampf wurde verbissen, nicklig und z. T. überhart geführt. Durch seine zurückhaltende Spielleitung verpasste es zudem der Schiedsrichter, das Spiel in geordnete Bahnen zurückzulenken. So war es wenig verwunderlich, dass ein Elfmeter der Gerechtigkeit auf die Sprünge helfen musste. Nach einem Foul an Jeffrey im Strafraum hieß es in der 57. Minute Strafstoß für die Arminia. Bjarne ließ sich diese Chance nicht entgehen und traf eiskalt unten links zum Ausgleich. Noch war genügend Zeit für einen Siegtreffer. Der Arminia fehlte jedoch am heutigen Abend die notwendige Präzision. In der 71. Minute verfehlte Jeffrey nach Pass von Jannis ebenso das Tor wie David zwei Minuten später nach einer Ecke von Jan. Nachdem in der 75. Minute eine Flanke von Johann auf der Querlatte landete und in der 89. Minute Jeffrey das Tor freistehend verfehlte, war jedem Anhänger der Arminia klar, dass die Hoffnung auf den Lucky Punch am heutigen Abend vergeblich war.

Schließlich nahm die Partie noch ein unrühmliches Ende. Nach einem brutalen Foul an Jan in der Schlussminute musste der Schiedsrichter noch eine Zeitstrafe aussprechen. Es ist dem Übeltäter hoch anzurechnen, dass er sich nach dem Spiel bei Jan entschuldigte und sich nach dessen Befinden erkundigte. Etwas Derartiges ließe sich jedoch vermeiden, wenn Fußballtrainer ihre Spieler weniger zum Kämpfen als zum Spielen auffordern würden. Das kann schließlich nicht missverstanden werden und würde eher zu dem beitragen, was Fußball auszeichnet. Vor dem Hintergrund des Spielausgangs wird Teutos Trainer feststellen, dass seine Taktik zum Ziel geführt hat. Den ihm zweifelsohne erteilten Auftrag, im Jugendfußball auch pädagogische Aspekte einfließen zu lassen, hat er heute auf jeden Fall nicht erfüllt. Schwamm drüber! Freuen wir uns einfach auf das nächste Spiel, das uns in drei Wochen nach Lienen führt, wo im Endspiel um den Kreispokal hoffentlich wieder Fußball gespielt und nicht bloß zerstört wird.

Tore: 0:1 (37.), 1:1 Bjarne (57., FE)

Kader:  Jannis Brockfeld, Mattis Brockschmidt, Jeffrey Goltsche, Nick Jansing, Mathis Keller, Tom Keller, Nils Kiesow, Elia León-Kettner, Jan Lunemann, Felix Pax, David Praetorius, Finn Przesang, Johann Schauerte, Bjarne Schmidt, Fabian Winter

Arminia baut das Torverhältnis aus

In einem hochgradig einseitigen Fußballspiel besiegte die DJK Arminia heute Mittag die JSG Dreierwalde/Hörstel/Bevergern sage und schreibe mit 11:0. Bei spätsommerlichem Wetter wurde über die gesamte Spieldauer ein Klassenunterschied deutlich. Unsere Jungs zeigten trotzdem Freude am Spiel und nutzten die Gelegenheit, um die Tabellenführung zu zementieren und das Torkonto auszubauen.

Die JSG sah sich von Beginn an in die eigene Hälfte gedrängt. Angriffswelle auf Angriffswelle rollte auf die tapfer verteidigenden Gastgeber zu. Dass es nicht bereits frühzeitig zu einem Rückstand kam, lag einerseits am anfänglichen Schusspech der Arminen, andererseits am glänzend aufgelegten Schlussmann der Gastgeber. In der 5. Spielminute vergaben direkt nacheinander Johann und David. Eine Minute später traf Jeffrey nur den Pfosten. Nach zehn Minuten scheiterte auch Bjarne am Torwart und kurz danach landete eine seiner Flanken – oder war es gar ein Torschuss? – auf der Querlatte. An der ersten erfolgreichen Aktion war Bjarne dann erneut beteiligt. Seine scharfe Hereingabe drückte Jannis in der 14. Minute zur Führung über die Linie. Der Bann war gebrochen! Nur eine Minute später erhöhte Johann auf 2:0 und nutzte dabei einen Abpraller vom Torwart, der sich zuvor in einen Schuss von David geworfen hatte. In dieser Szene verletzte sich leider der Keeper und musste ausgewechselt werden. Aber so viel sei an dieser Stelle verraten, auch den Ersatztorwart traf keinerlei Schuld an der nun folgenden Demontage.

Noch vor der Pause schraubte die Arminia das Ergebnis auf 5:0 nach oben. Zunächst war es David, der sich in der 28. Minute aus geschätzten 24,3 Metern ein Herz fasste und das Spielgerät in den Winkel donnerte. In der 37. und 40. Minute nutzten Johann nach einem Schuss von Jannis und Bjarne nach einem Schuss von David die jeweils vom Torwart abgewehrten Bälle zu den nächsten beiden Toren. Gerade in diesen beiden Szenen zeigte sich das Grundproblem der Gastgeber. Nahezu sämtliche zweite Bälle landeten bei der Arminia. Das Team war hellwach und reagierte zumeist gedankenschneller. Hinzu kam die absolut sattelfeste Abwehr, die wie bereits im Spiel gegen Hopsten souverän von Finn und Tom organisiert wurde. Beide fanden sogar noch Zeit, sich in die Angriffe mit einzuschalten. So scheiterte beispielsweise Tom in der 31. Minute nur ganz knapp, als sein Schuss gerade noch von der Linie gekratzt werden konnte. Die JSG hatte in der ersten Hälfte nur zwei Chancen. In der 30. Minute musste Jan die Grätsche auspacken, um Schlimmeres zu verhindern. Drei Minuten später lief der einzige Stürmer der JSG mutterseelenallein auf Elia zu, scheiterte jedoch kläglich im Abschluss.

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist schnell erzählt. Während die Gastgeber nur noch einmal ernsthaft nach vorne kamen, schenkten unsere Jungs der JSG noch sechsmal ein. Nach einem Schubser an David im Strafraum verwandelte Jeffrey den fälligen Strafstoß eiskalt zum 6:0. Das 7:0 besorgte Jannis, wunderschön freigespielt von Nick, mit einem Schuss ins untere Eck. Für das 8:0 zeichnete sich erneut Jeffrey verantwortlich, der eine Hereingabe von Fabian perfekt vollendete. Das schönste Tor des Tages erzielte Johann in der 69. Minute. Dabei nutzte er einen von der Abwehr abprallenden Ball und zirkelte diesen volley in den Winkel. Eine Minute später schob Jan für David einen Ball schön in die Gasse. Dieser nahm das Spielgerät an und beförderte es ein zehntes Mal über die Linie. Ach ja, die angedeutete Chance für die JSG … Diese wurde von Elia in der 77. Minute nach einem Freistoß mit einer Faust geklärt. Auf der Gegenseite zeichnete sich der Torwart in dieser Phase ebenfalls noch mehrfach und z.T. spektakulär aus, ehe er in der 83. Minute doch noch einmal hinter sich greifen musste. Diesmal nutze Finn wie so häufig an diesem Tag einen Abpraller zum Endstand von 11:0 für die Arminia.

Ein auch in der Deutlichkeit verdienter Sieg, niemand ernsthaft verletzt und alle mitgereisten Spieler im Einsatz. So gesehen war das Spiel eine gelungene Trainingseinheit vor dem überaus wichtigen Pokalspiel gegen die Sportfreunde Lotte am kommenden Donnerstag. Noch einen Schritt muss das Team gehen, um das Finale zu erreichen. Von den Jungs vom Autobahnkreuz wird allerdings mehr Gegenwehr zu erwarten sein. Hilfreich könnte daher eine große Unterstützung der Fans sein, wenn in Schierloh um 19.30 Uhr angepfiffen wird.

Tore: 0:1 Jannis (14.), 0:2 Johann (15.), 0:3 David (28.), 0:4 Johann (37.), 0:5 Bjarne (40.), 0:6 Jeffrey (47., FE), 0:7 Jannis (50.), 0:8 Jeffrey (57.), 0:9 Johann (69.), 0:10 David (70.), 0:11 Finn (83.)

Kader: Jannis Brockfeld, Mattis Brockschmidt, Jeffrey Goltsche, Nick Jansing, Tom Keller, Nils Kiesow, Elia León-Kettner, Jan Lunemann, David Praetorius, Finn Przesang, Johann Schauerte, Bjarne Schmidt, Mika Schmiemann, Fabian Winter

Arminia steht im Halbfinale

Die heutige Pokalpartie der A-Jugend zwischen Westfalia Hopsten und unserer Arminia stand unter besonderen Vorzeichen. Eine dreistellige und stimmgewaltige Zuschauerzahl hatte den Weg zum Sportplatz gefunden und wurde dort von starkem Wind und Nieselregen in Empfang genommen. Das Flutlicht verlieh der in den vergangenen Jahren stets hitzig geführten Begegnung zusätzlich einen besonderen Reiz. Echte Pokalatmosphäre lag in der Luft!

Wie erwartet gingen die Gastgeber von Beginn an sehr körperbetont ins Spiel. Die Arminia versuchte mit Kombinationsspiel dagegenzuhalten. Schnell wurde jedoch klar, dass dieses auf dem tiefen und holprigen Boden zumindest nicht in jeder Ecke des Spielfeldes möglich sein würde. So entwickelte sich in den ersten 30 Minuten eine eher zerfahrene Partie, in der sich zunächst keiner der beiden Kontrahenten einen entscheidenden Vorteil verschaffen konnte. Allerdings ging die Arminia zielstrebiger nach vorne, während Hopsten auf Fehler der Gäste lauerte. In der 5. und 11. Minute zeigte sich jeweils Bjarne vor dem gegnerischen Tor und nach 15 Minuten unterband der Hopstener Torwart einen Vorstoß von Jeffrey. In der 19. Minute versuchte es die Westfalia zweimal aus der Ferne. Zunächst konnte Finn blocken, ehe der zweite Schuss das Tor doch deutlich verfehlte. Die nächste Chance für die Arminia ergab sich nach einem Freistoß von Bjarne. Dieser chippte den Ball gefühlvoll auf Jan, der den Torwart jedoch nicht überwinden konnte. Direkt im Anschluss versuchte es David. Aber auch sein Schuss, dem Jeffrey noch eine andere Richtung gab, konnte vom Keeper pariert werden.

Nach etwa einer halben Stunde klappte es dann jedoch erstmals mit dem Toreschießen. Finn hatte Jannis steil geschickt. Dieser setzte sich von seinem Gegenspieler ab, zog nach innen und vollendete ins lange Eck. Die Arminen versuchten sofort nachzulegen. In der 32. Minute passte Jannis zum sehr agilen Jan, der aber knapp verzog. Eine Minute später wurde Jan diesmal von Bjarne schön im Strafraum angespielt. Er zögerte nicht mit dem Abschluss, scheiterte jedoch einmal mehr am aufmerksamen Torwart der Westfalia. Dieser verhinderte kurz vor der Pause bei einem Schuss von Fabian wiederholt einen höheren Rückstand. Nachdem auch Bjarne bei einem Kopfball nach einer Ecke kein Erfolg vergönnt war, ging es mit dem knappen Vorsprung in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Hälfte setzte der Schiedsrichter mit einer deutlichen Ermahnung und kurz darauf mit einer 5-Minuten-Strafe zwei deutliche Zeichen gegen die teils rüde Gangart der Gastgeber. Das Spiel beruhigte sich daraufhin, verflachte jedoch zeitgleich ein wenig. Chancen ergaben sich nur wenige und wenn, dann zumeist für die Arminia. Das Spiel blieb wegen des überaus engen Spielstandes jedoch spannend. Ein Tor der Gastgeber und der Spielverlauf wäre auf den Kopf gestellt worden. Und eben diese Möglichkeit hatte Hopsten genau einmal. In der 64. Minute vertändelte die Arminia einen Ball. Elia hatte jedoch aufgepasst, war rechtzeitig aus seinem Tor geeilt und schaffte es, noch vor dem durchgestarteten Stürmer der Westfalia am Ball zu sein. Einmal durchatmen und weiter!

Was die Arminia heute vor allem auszeichnete, war die Geduld, mit der sie ihr Spiel aufzog. Sie ließ sich auch dann nicht aus der Ruhe bringen, wenn es einmal enger wurde. Und genau dafür wurde sie in der Schlussphase belohnt. In der 84. und 85. Minute schnürte Jannis den spielentscheidenden Doppelpack und krönte damit seine starke Leistung. Beim 2:0 spielte Bjarne einen Ball mustergültig in die Schnittstelle der Abwehr. Jannis nahm den Ball auf und tunnelte den Torwart. Das 3:0 bereitete Jan mit einem scharf nach innen gezogen Ball vor, worauf Jannis den Fuß nur nicht wegziehen durfte. Kurz vor dem Ende verfehlte Fabian mit einem schönen Kopfball das Tor nur um wenige Zentimeter. Dann pfiff der souveräne Schiedsrichter die Partie ab.

Unsere Jungs zogen völlig verdient in die Vorschlussrunde des Kreispokals ein. Eine Abwehr, die die Offensive der Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen ließ, sowie die bereits erwähnte geduldige Spielweise waren heute Garanten des Erfolgs. Im Halbfinale empfängt die Arminia mit den Sportfreunden aus Lotte einen Vertreter aus der Bezirksliga. Die endgültige Terminierung dieser Partie steht im Gegensatz zum nächsten Meisterschaftsspiel noch aus. Am kommenden Sonntag reist die Mannschaft nach Dreierwalde und wird dort um 12.00 Uhr von der JSG Dreierwalde/Hörstel/Bevergern empfangen. Zuschauen lohnt sich!

Tore: 0:1 Jannis (31), 0:2 Jannis (84.), 0:3 Jannis (85.)

Kader: Jannis Brockfeld, Mattis Brockschmidt, Jeffrey Goltsche, Nick Jansing, Tom Keller, Nils Kiesow, Elia León-Kettner, Jan Lunemann, David Praetorius, Finn Przesang, Johann Schauerte, Bjarne Schmidt, Mika Schmiemann, Fabian Winter