A1: 4. Meisterschaftsspiel bei Falke Saerbeck

Glücklicher Arbeitssieg in letzter Sekunde

Fünf Wochen nach dem letzten Meisterschaftsspiel in Lengerich musste unsere Arminia heute mit einem auf Grund von Verletzungen arg dezimierten Kader beim Tabellensechsten in Saerbeck antreten. Trotz der in der Zwischenzeit angesetzten Testspiele kam diese Partie nahezu einem Neustart in die Saison gleich. Die Gastgeber wollten diese Situation allzu gerne nutzen und den Tabellenführer ärgern.

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Entsprechend engagiert ging Falke in die Partie und schaltete direkt den Vorwärtsgang ein. Bereits nach sechs Minuten tauchte Saerbeck erstmals gefährlich vor unserem Tor auf. Elia war jedoch auf dem Posten. Wie auch in der 13. Minute als er einen Freistoß der Gastgeber aus der linken unteren Ecke des von ihm gehüteten Tores fischte. Die Arminia wirkte in dieser Phase ungewöhnlich gehemmt, kam aber trotzdem ihrerseits zu ersten Möglichkeiten. Zweimal betätigte sich Jan als Flankengeber. Seine Hereingaben konnten jedoch weder von Jannis (9. Minute) noch von Franjo (14. Minute) verwertet werden. In der 17. Minute belohnten sich die Gastgeber dann für ihr couragiertes Spiel. Nach einem Freistoß aus dem linken Halbfeld war ein Angreifer mit dem Kopf zur Stelle und nickte über unseren Torwart hinweg zum 1:0 ein.

Auch in den Folgeminuten verdiente sich Saerbeck durch beherztes Offensivspiel die Führung. Trotz guter Möglichkeiten in der 21. sowie in der 25. Minute verpasste es das Team jedoch die Führung auszubauen. Die Arminen blieben so im Spiel und schlugen in der 28. Minute zurück. Mathis‘ flache Hereingabe von der rechten Seite ging am kompletten Defensivverbund vorbei und erreichte Jan, der das Spielgerät kompromisslos in die Maschen drosch. Nachdem Tom in der 30. Minute am Torwart gescheitert war und auch Saerbeck einen weiteren Freistoß nicht nutzen konnte, ging es mit einem Unentschieden in die Pause.

Falke wusste auf zunehmend tiefem Geläuf zu überzeugen. Aus einer dichtgestaffelten Abwehrreihe heraus trugen die Gastgeber ihre Angriffe selbstbewusst und variabel nach vorne. Die Arminia ließ hingegen ihr gewohntes Kombinationsspiel vermissen und versuchte es häufig mit hohen Bällen, die auf dem seifigen Boden jedoch kaum zu verarbeiten waren. Zudem offenbarte das Team Schwächen in der Verteidigung hoher Bälle und Standards.

Auch in der zweiten Halbzeit spiegelt das Spielgeschehen das Tabellenbild kaum wider. Die Spielanteile blieben ausgeglichen. Falke Saerbeck zeigte sich körperlich sehr präsent und bissig, während die Arminia weiterhin ihren Spielrhythmus suchte. Tormöglichkeiten ergaben sich indes auf beiden Seiten. Die besseren hatten jedoch die Gastgeber. Nachdem Fernschüsse von Mathis und David ihr Ziel verfehlten, verpasste Saerbeck in der 57. und in der 61. Minute zweimal haarscharf die Führung. In der 68. Minute fasste sich Tom ein Herz und zog aus 18 Metern ab. Sein Schuss konnte gerade noch vom Torwart über die Querlatte gelenkt werden. Auf der Gegenseite fing Elia fünf Minuten vor dem Ende einen satten Schuss der Saerbecker sicher ab.

Die Gastgeber nutzten die Schlussminuten für mehrere Auswechslungen, so dass der konsequent pfeifende Schiedsrichter die Akteure in die Nachspielzeit schickte. Und in dieser bekam die Arminia im linken Halbfeld einen letzten Freistoß zugesprochen. Jannis zog den Ball in den Sechzehner, von wo Innenverteidiger Felix in ungewohnter Position den Ball mit dem Knie im Tor unterbrachte. Direkt danach ertönte der Schlusspfiff.

Unsere Jungs haben gewonnen und die Tabellenführung verteidigt. Trotzdem darf der glückliche Sieg heute nicht darüber hinwegtäuschen, dass nach dem überzeugenden Saisonstart Sand in das Getriebe der Arminen geraten ist. Am kommenden Samstag wartet in Schierloh um 17.00 Uhr der nächste schwere Gegner auf das Team. Auch Teuto Riesenbeck wird dann versuchen, unseren Jungs den Schneid abzukaufen. Die große Unterstützung von heute kann dann vielleicht noch überboten werden und dem Team helfen, weiterhin Kurs zu halten.

Tore:   1:0 (17.), 1:1 Jan (28.), 1:2 Felix (90.+2)

Kader:  Mathis Breher, Jannis Brockfeld, Tom Bruns, Fynn Büchter, Jeffrey Goltsche, Elia León-Kettner, Jan Lunemann, Franjo Meyering, Calvin Nowak, Felix Pax, David Praetorius, Finn Przesang, Mika Schmiemann, Patrick Winter