A1: 4. Meisterschaftsspiel gegen die JSG Westerkappeln/Velpe

Arminia wie im Rausch

Innerhalb von nur neun Tagen war die JSG Westerkappeln/Velpe bereits zum zweiten Mal in dieser Saison in Schierloh zu Besuch. Im Pokalspiel hatte die JSG unserer Arminia phasenweise noch die Stirn geboten, heute war davon jedoch nichts mehr zu sehen. Unsere Jungs stellten frühzeitig die Weichen auf Sieg und nutzten die 90 Minuten zur Demonstration der eigenen Stärke.

Einen ersten Fingerzeig für die Richtung, die die Partie nehmen sollte, lieferte die dritte Minute. Jeffrey legte Jannis den Ball schön vor. Dessen Direktabnahme konnte vom Westerkappelner Torwart jedoch pariert werden. Vier Minuten später musste dieser jedoch bereits das erste Mal hinter sich greifen. Jan hatte sich den Ball auf der rechten Seite erobert, zog unaufhaltsam in den Strafraum und beherzt aus etwa zehn Metern ab. Vom linken Pfosten prallte der Ball an den Schlussmann und von dort ins Tor. Nach einer schönen Ballstafette landete fünf Minuten später der Ball über Bjarne bei Jeffrey, der aus 16 Metern unhaltbar ins lange Eck abzog. Kurz danach zeigten sich die Gäste erstmals in der Offensive. Elia konnte den Fernschuss jedoch mit einer Faust aus dem Winkel kratzen. Fünf Minuten später rettete der Pfosten nach einem Schuss von Jannis die JSG vor einem höheren Rückstand.

Er ist wieder da! Die Rede ist von David, der in den beiden vorangegangen Partien nicht dabei sein konnte. Heute wirbelte er wieder an vorderster Front und glänzte gleich mit drei Toren. Beim ersten Tor in der 30. Minute spekulierte er nach einem langen Pass von Jannis auf einen Abwehrfehler und lag genau richtig. Plötzlich stand er frei vor dem Torwart und netzte eiskalt ein. Dem 4:0 durch Jannis ging eine Traumkombination über Bjarne und Jan voraus. In der 38. Minute schnupperte die JSG noch einmal Morgenluft. Nach einer Unstimmigkeit im Abwehrverbund und einem Foul von Elia zeigte der souveräne Schiedsrichter sofort auf den Punkt. Der Strafstoß landete unhaltbar im unteren linken Eck. Jedoch noch vor der Pause stellte David nach Vorlage von Johann den alten Abstand wieder her. Nun war der Drops endgültig gelutscht.

Die zweite Hälfte glich einem Schaulaufen der Arminia. Mit flüssigem Kombinationsspiel und unbändigem Torhunger wussten unsere Jungs das Publikum trotz der Einseitigkeit des Spiels zu begeistern. Eine Vielzahl an Chancen und weitere sechs Tore waren die Folge. Den Anfang machte Finn, der eine von David geschlagene Ecke mit dem Kopf in Horst-Hrubesch-Manier im Tor unterbrachte. Dann schlug die Stunde von Felix. Zunächst netzte er einen von Tom in den Strafraum gechipten Freistoß souverän ein. Kurz danach drosch er das Spielgerät traumhaft in den Winkel des JSG-Gehäuses. Das 9:1 von David legte Jeffrey unnachahmlich per Hacke auf. Der mittlerweile bemitleidenswerte Torwart der Gäste machte in dieser Szene allerdings auch keine gute Figur. Wenig später bereitete Mattis mit einem klugen Querpass das nächste Tor von Jannis vor. Den Schlusspunkte setzte Mika, der bei einem unkontrollierten Pass des JSG-Torwarts wieder einmal goldrichtig stand und nur sein Knie hinhalten musste, um den Ball ein letztes Mal in die Maschen zu befördern. Anschließend ließ er sich von den Fans am Spielfeldrand abfeiern.

Nach dem engen Pokalspiel ließ die Arminia der JSG am heutigen Samstag nicht den Hauch einer Chance. Das 11:1 offenbarte einen deutlichen Klassenunterschied. Die Arminia kommt allmählich ins Rollen und setzte nach Meinung einiger Fans am Spielfeldrand ein erstes Ausrufezeichen in der Meisterschaft. Während viele Meisterschaftsspiele als Pflichtaufgaben bezeichnet werden müssen, steht im Kreispokal am kommenden Donnerstag um 19.30 Uhr erneut ein Teil der Kür an. Mit Westfalia Hopsten wartet ein ganz anderes Kaliber auf unsere Jungs. Neben fußballerischen Fähigkeiten werden dann auch wieder Geduld und körperliche Robustheit gefragt sein. Die Mannschaft von Trainer Biekötter hofft auch auswärts auf eine breite Unterstützung, um den Einzug ins Halbfinale zu schaffen.

Tore: 1:0 Jan (7.), 2:0 Jeffrey (12.), 3:0 David (30.), 4:0 Jannis (36.), 4:1 (38., FE), 5:1 David (42.), 6:1 Finn (55.), 7:1 Felix (60.), 8:1 Felix (66.), 9:1 David (71.), 10:1 Jannis (78.), 11:1 Mika (82.)

Kader: Levin Brandt, Jannis Brockfeld, Mattis Brockschmidt, Jeffrey Goltsche, Nick Jansing, Tom Keller, Nils Kiesow, Elia León-Kettner, Jan Lunemann, Felix Pax, David Praetorius, Finn Przesang, Johann Schauerte, Bjarne Schmidt, Mika Schmiemann